Kirchengeschichte

Beiträge zur Kirchengeschichte

Inhaltsverzeichnis


© Das Copyright für alle Beiträge liegt bei den jeweiligen Autoren.

    • P. Reitz: Paul Gerhardt und das Neue evangelische Gesangbuch

      Lieder wie „Ich steh an deiner Krippen hier“, „O Haupt voll Blut und Wunden“ oder „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ stammen alle von Paul Gerhardt (1607–1676), dessen Todestag sich 2026 zum 350. Mal jährt. Wer war der Mann, der Schmerz und Freude so kongenial zusammendichten konnte – und was wird aus seinen Liedern im neuen Gesangbuch?

 

    • P. Reitz: Das Konzil von Nizäa

      Das Konzil von Nizäa, das 325 n.Chr. stattfand, feiert in diesem Jahr (2025) sein 1.700-jähriges Bestehen. Bedenkt man, dass es durchaus für den heutigen christlichen Glauben grundlegende Linien zeichnet, muss man dennoch – mit der dogmengeschichtlichen Forschung des 19. Und 20. Jhs1 – feststellen, dass es zu seiner Zeit kein einschneidendes Ereignis war. Vielmehr vollzieht es sich innerhalb einer größeren Gesamtentwicklung, zu der der melitianische Streit in Ägypten, der Streit um den Ostertermin und die sogenannte ‚Konstantinische Wende‘ (313 n.Chr.) ebenso gehörten wie die Auseinandersetzung mit den Lehren des Arius (260-327 n.Chr.). Und auch der ‚Konstantinische Wende‘ eignet das Prozesshafte einer größeren Entwicklung an, wobei sie am wenigsten vom Konzil von Nizäa zu trennen ist. In welcher Zeit ereignet sich die – rückblickend – als 1.ökumenisches Konzil im Nachhinein gezählte Kirchenversammlung, die sich zum Verständnis und zu Lehrinhalten des christlichen Glaubens äußerte?

 

    • T. Berke: Zum 75. Todestag: Besinnung auf Dietrich Bonhoeffer

      Wer kennt ihn nicht, den Theologen und evangelischen Pfarrer Dietrich Bonhoeffer? Im Alter von 39 Jahren wurde er auf persönlichen Befehl Hitlers kurz vor Kriegsende am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg ermordet. Mit ihm die führenden Köpfe des Widerstands gegen Hitler in der deutschen Abwehr: Admiral Wilhelm Canaris, Hans Oster, Karl Sack und Ludwig Gehre. Bonhoeffer war in dieser Widerstandsgruppe der einzige Theologe.

 

    • W. Krause: Dietrich Bonhoeffer – Eine Skizze seines Lebens anlässlich seines 60.Todestags am 9.4.1945

      Dietrich Bonhoeffer wurde am 4.2.1906 in Breslau zusammen mit seiner Zwillingsschwester
      Sabine als 6. und 7. von 8 Geschwistern geboren. Sein Vater Karl Bonhoeffer (l868-1948) war
      Professor für Psychiatrie und Neurologie und stammte aus einer führenden Schwäbischen
      Familie; Bürgermeister, Akademiker und Geistliche waren die Vorfahren. Seine Mutter Paula,
      geb. von Hase (1876-1951), eine examinierte Lehrerin, war die Tochter des ehemaligen
      Hofpredigers in Potsdam und Breslauer Professors für Praktische Theologie Karl Alfred von
      Hase, ein Sohn des berühmten Jenaer Kirchenhistorikers Karl August von Hase, des Verfassers
      des sog. „Hutterus redivivus“, ein dogmengeschichtliches Lehrbuch im Geist der
      altprotestantischen Orthodoxie.

 

    • T. Berke: 80 Jahre Büchenbeurener Erklärung:

      Mutige Thesen aus dem Kirchenkampf haben aktuelle Bedeutung
      Am 19. Januar 1934 bewiesen evangelische Pfarrer Mut. Sie verfassten in Büchenbeuren eine Erklärung zu „Lehre und Ordnung der evangelischen Kirche“. Der drohenden Gleichschaltung der evangelischen Kirche mit dem NS-Staat wollten sie damit etwas entgegensetzen. Die Bedrohung kam nicht allein von außen, sondern auch von innen. Eine ganze Reihe von Pfarrern, Synodalen und Presbytern bis in die Kirchenleitung hinein hatten sich der NS-Ideologie verschrieben. Sie hielten die NS-Ideologie für zeitgemäß und wollten eine staats- und gesellschaftskonforme Kirche. Wer wie die mutigen Hunsrücker Pfarrer auf die Bibel und die Bekenntnisse der Kirche verwies, wurde als rückständig und staatsfeindlich verunglimpft.
      Ist die Büchenbeurener Erklärung heute noch aktuell? Oder ist sie überholt, weil doch der NS-Staat vor fast 70 Jahren zusammenbrach?

 

 

    • Kretzschmar: Evangelisch heißt lutherisch

      Nach dem Kinofilm „Luther“, der mit Starbesetzung (Joseph Fiennes, Peter Ustinov, Uwe Ochsenknecht) große Erfolge feierte, ergaben sich immer wieder Gelegenheiten mit Kollegen, Freunden und Verwandten darüber zu reden, was „evangelisch sein“ bedeutet. Oft war zu hören, „ich bin ja auch lutherisch“. Gegen diese persönliche Einschätzung und Einordnung spricht nichts. Doch offiziell ist unsere Kirche, die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR), zu der auch der Kirchenkreis Mülheim gehört, „uniert“. Und das bedeutet, daß auch wir als Kirchenmitglieder „evangelisch-uniert“ und eben nicht „evangelisch-lutherisch“ sind. Uniert? Nie gehört? Kein Grund zur Sorge. Dann geht es Ihnen wie den meisten Kirchenmitgliedern.