Pfarrer Thomas Berke, Mülheim an der Mosel und Veldenz
Gedanken zum Osterfest 2025:
Christus spricht: „Denn siehe, ich bin bei euch alle Tage
bis an der Welt Ende!“
Matthäus 28, 20

Welche Folgen hat es eigentlich, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist? Wir alle können dadurch Kinder Gottes werden und mit Jesus Christus ein Leben im Geist der Liebe, Vergebung und Versöhnung führen. Ein Kind Gottes denkt nicht nur an sich selbst, sondern ist für andere da, wie Jesus Christus für uns da ist, und vergibt den Mitmenschen, wie er uns vergeben hat. Für ein solches Leben als Christ gibt uns der auferstandene Jesus Christus in der Taufe eine Beistandszusage.
Jeder von uns kann eine Beistandszusage gut gebrauchen. Denn sie bedeutet: Da ist jemand, der verlässlich hilft, wenn ich in Not bin. Mit seiner Auferstehung hat Jesus Christus gezeigt, dass er der entscheidende verlässliche Beistand in der Not ist. Seine Beistandszusage, die er jedem von uns bei der Taufe gegeben hat, tut uns allen gut. Denn wir brauchen sie in der zunehmend unruhigen Welt, in der wir leben. Wir brauchen sie in Notlagen, bei bedrohlichen Krankheiten, bei Schicksalsschlägen oder beim Verlust eines nahestanden Menschen. Wir brauchen diese Beistandszusage aber auch in der Erfahrung von eigener Schuld und ihren oft bedrohlichen Folgen. Ganz existenziell wird sie, wenn wir vor Gott stehen und mit allem Ernst erkennen müssen, dass wir in seinem Licht vergehen müssen wie Schnee in der Sonne, weil wir „verlorene und verdammte Sünder“ sind, wie Martin Luther es im Kleinen Katechismus sagt. Ostern vermindert die Furcht vor Menschen und Mächten dieser Welt und ruft uns dazu auf, Gott wieder ernst zu nehmen. Weil Jesus Christus uns beisteht, brauchen wir die Mächte dieser Welt nicht mehr zu fürchten. An Ostern zeigt sich: Jesus Christus ist Gottes Sohn und der Herr. Er allein hat den Tod besiegt und ist stärker als alles andere.
Ein frohes und gesegnetes Osterfest wünscht
Pfarrer Thomas Berke
[Seitenanfang] [Startseite]