[Startseite]


Andacht zur Jahreslosung für 2024

Über dem Jahr 2024 steht als Jahreslosung ein Bibelwort aus 1. Korinther 16, 14, das zugleich ein wunderbares Wort für das Weihnachtsfest ist und die weihnachtliche Botschaft in das Neue Jahr hineinnimmt:

„Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.“

Weihnachten wird oft als das Fest der Liebe bezeichnet. So feiern wir Weihnachten in der Gemeinde und in unserer Familie und stärken durch die Erfahrung der Liebe den Zusammenhalt.

Die Geburt von Jesus Christus im Stall von Bethlehem ist von Anfang an als eine Erfahrung von Gottes Liebe verstanden worden. Der ewige Gott kommt in einem kleinen, zerbrechlichen Kind in diese Welt und gibt sich damit dieser Welt hin. Hingabe für die Menschen ist die höchste Form der Liebe. Denn die Bibel sagt uns, dass Liebe im „Für-den-anderen-da-sein“ besteht. An Weihnachten erfahren wir also durch die Geburt von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, dass Gott für die Menschen da sein will und sich sogar ganz für die Menschen hingibt. Denn Gott ist die Liebe, und diese Liebe erfahren und empfangen wir durch den Glauben, sodass wir in Gottes Liebe bleiben (1. Johannesbrief 4, 16). An Weihnachten tritt also zu Tage, dass die Liebe, das „Für-den-anderen-da-sein“ seinen Ursprung bei Gott hat. Zum Wesen der Liebe gehört, dass wir sie nicht für uns selbst behalten, sondern weitergeben sollen. Aus diesem Grund machen wir an Weihnachten Geschenke. Wir bereiten unseren Kindern, unseren Angehörigen und Freunden eine Freude oder helfen ihnen in manchmal überraschender Weise.

Es ist also eine direkte Folge von Weihnachten, wenn es in der Jahreslosung für 2024 heißt: „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe“. Diesen Ratschlag gibt der Apostel Paulus nicht allein den Christen seiner Zeit in Korinth, sondern allen Christen zu allen Zeiten. Dieser Satz könnte auch als Leitwort über unserem Leben als Christen stehen. Es gilt für unser Engagement in Kirche und Gemeinde, für unseren Einsatz für Kranke, Schwache, Alte, Flüchtlinge und Hilfsbedürftige. Und natürlich auch für unser persönliches Leben in der Familie und im Beruf. Durch die Liebe, indem wir für andere Menschen da sind, können wir als Christen erkannt werden.

Man kann bekanntlich nur das weitergeben, was man empfangen hat. Das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel sind gute Gelegenheiten, sich darauf zu besinnen, wie viel Gutes jeder von uns von Eltern, Familien und Freunden empfangen hat. Wir sollten über dieser dankbaren Erinnerung aber nicht vergessen oder verdrängen, wie viel Liebe wir von Gott empfangen haben, dessen Liebe an Weihnachten in Jesus Christus in die Welt gekommen ist. Wir können gewiss sein durch den Glauben an Jesus Christus: Gott steht jedem von uns bei, er trägt an allen unseren Lasten mit, er vergibt uns, er stellt die zerstörte Verbindung zu Gott wieder her und schenkt uns das ewige Leben.

Für diese Liebe können wir Gott danken, sodass durch den Glauben all unser Tun in der Liebe geschieht.

Ein gesegnetes und gutes Neues Jahr 2024 wünscht

Thomas Berke
Pfarrer in Mülheim a. d. Mosel und Veldenz
stv. Vorsitzender Lutherischer Konvent im Rheinland



[Seitenanfang] [Startseite]