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Winfrid Krause winfridkrause@gmx.de 24.05.2018 | 22:43
Der Druckfehlerteufel ist immer dabei: der 2.Teil der Sohnstrophe (Geheimnis von Gottes Ratschlußwink umfaßt die Verse 9+10.

Winfrid Krause winfridkrause@gmx.de 24.05.2018 | 22:39
Vielen Dank, lieber Bruder Grube, für die schöne, klare Meditation zu Trinitatis über den übervollen Lobpreis Eph 1,3-14. Solche den Hörer abholende und die zunächst schwer verständliche Dreieinigkeit Gottes anhand der drei Personen und ihrer Werke verständlich machende und unseren Glauben auf den Punkt bringende Auslegungen sind eine seltene Freude!

An zwei kleinen Punkten möchte ich meine andere Auffassung ergänzen. Die Strophengliederung ist doch vom Urtext her: 1)Vater (3-6) 2) Sohn (7-12!) 3) Hl.Geist (13!-14)- vielleicht ein Versehen. Dabei ist die mittlere Strophe wieder (in 2 Sätzen) drei-geteilt: 1) Erlösung durch sein Blut (7-glasses 2) Ge-heimnis von Gottes Ratschluß (9-10) 3) Erbe des ewigen Lebens (11-12).

Dann die Frage des freien Willens angesichts der ewigen Erwählung. Augustin und Luther lehrten, die ursprüngliche Freiheit im Paradies, sich für oder gegen Gott entscheiden zu können, sei durch den Sündenfall gerade verlorengegangen. "Wer Sünde tut, ist der Sünde Knecht." (Joh 8,34ff.)De servo arbitrio! Erst indem uns Jesus von Sünde befreit, mit dem Evangelium ruft und mit seinem Geist entzündet, werden wir wieder frei zum Glauben an Gott. Auch das Zum-Glauben-Kommen an Gottes Gnade ist also eine Gnade (Röm 8,2; 11,6; Gal 5,1)!

Thomas Berke 24.05.2018 | 19:40
Herzlichen Dank für Bruder Grubes verständliche und nachvollziehbare Meditation zu dem nicht ganz einfachen Predigttext Epheser 1, 3-14, der uns vor die Herausforderung stellt, an Trinitatis über die Dreieinigkeit zu predigen.
Das Gespräch mit Muslimen, besonders auch mit den vielen, die Christen werden wollen, fordert uns dazu heraus.
Wir glauben, dass Gott nicht allein in drei Personen existiert, sondern uns auch in drei Personen begegnet, die in je eigener Weise für uns da sind.
Bruder Grube ist es gelungen herauszuarbeiten, wofür die drei Personen der Dreieinigkeit eigentlich gut sind. Es war bekanntlich auch Martin Luthers Anliegen, nach dem Nutzen für uns zu fragen.

Winfrid Krause winfridkrause@gmx.de 04.05.2018 | 21:22
Zur Ergänzung von Bruder Schäfers schöner Meditation zu Rogate hier noch ein Zitat des alten Luther (1541): "Wie man beten soll? Daß man ja nicht zweifle im Gebet, sondern daß du keck und unverschämt daherknieest oder -tretest (sofern du dich für einen Sünder erkannt hast und bessern willst) und mit Gott also redest: HERR Gott, himmlischer Vater, ich bitte und will's unversagt (=erhört) haben, daß es solle und müsse Ja und Amen sein, das und kein anders, nicht daß ich recht habe oder würdig sei, - ich weiß wohl und bekenne, daß ich's nicht verdient habe - sondern daß ich doch hierin dir ein wenig gehorsam sei, da du mich heißest und zwingst, zu beten im Namen deines lieben Sohnes, unsers Herrn Jesu Christi. Auf diesen Trotz und Trost deiner grundlosen Güte, nicht auf meiner Gerechtigkeit knie oder trete ich vor dich und bete um..." (WA 51,604ff.)

Thomas Berke 02.05.2018 | 22:52
Bruder Schäfer ist es gelungen, Kolosser 4, 2ff sehr pointiert, aber theologisch richtig von Matthäus 6,5ff her auszulegen. Alle Stellen im Neuen Testament, die vom Beten sprechen oder zum Beten einladen, müssen im Licht von dem verstanden werden, was Jesus grundsätzlich über das 'Beten sagt: Dass es nämlich kein religiöses Werk ist, sondern das vertrauensvolle Sprechen der Kinder Gottes mit ihrem Vater. Dies können wir jederzeit und an jedem Ort tun. Gott sei Dank!

Thomas Berke 12345 27.04.2018 | 10:20
Bruder Sinn erzählt Apostelgeschichte 16 in kommentierender Weise nach und spitzt es auf unsere Situation zu. Wir, die wir keine Verfolgung wegen unseres Glaubens erleiden, befinden uns in der Tat in anderen Gefängnissen.

Jedoch sollte nicht vergessen werden: Es gibt auch aktuell Christen, die wegen ihres Glaubens im Gefängnis sitzen. Die meisten davon in Nordkorea, China, Vietnam. Saudi-Arabien und Iran. Es wird immer wieder davon berichtet, dass sich auch in diesen Kerkern lobsingende Christen befinden. Wir dürfen aber auch nicht vergessen: In Nordkorea und im Iran würde dies jedoch das Todesurteil bedeuten, weil dort das öffentliche Glaubenszeugnis (was das Singen ja ohne Zweifel ist) besonders gefürchtet ist und deshalb besonders schwer bestraft wird.

Thomas Berke 20.04.2018 | 13:05
Die Mediation von Bruder Schäfer zu 2. Kor 4, 16-18 an Jubilate regt mich zu zwei Gedanken an:
- Es ist tröstlich zu wissen, dass nicht nur die glücklichen Zeiten vergehen, sondern auch das Leiden.
- Die meisten Zeitgenossen sehen es genau andersherum als in Vers 18. Sie orientieren sich am Sichtbaren und bestreiten die Existenz des Unsichtbaren. Sie müssen daran erinnert werden, dass alles Sichtbare vergänglich ist und nicht auf Dauer trägt. Wer sein Leben auf das Sichtbare gründet bzw. sein Herz daran hängt, wird unweigerlich in eine Krise geraten, wenn es einmal nicht mehr da ist.

Wolfgang Sickinger sickinger.wolfgang@t-online.de 20.04.2018 | 10:24
Angesichts des aktuellen Beschlusses der bayerischen Landessynode zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare empfehle ich sehr - auch für die Predigt! - einen kurzen und grundsätzlich reflektierenden Artikel von der Homepage des "Netzwerkes für Bibel und Bekenntnis": https://www.bibelundbekenntnis.de/allgemein/warum-es-in-der-kirche-keine-ehe-fuer-alle-geben-kann/

Thomas Berke 12345 13.04.2018 | 10:45
Zu Bruder Wussows Meditation über 1. Petrus 5, 1-4: Eine Antwort auf die Frage, was "weiden" heute bedeutet, gibt übrigens das Lied EG 502 "Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit". Dort heißt es in der 3. Strophe "... zur grünen Weiden stellt euch ein, da lässt er uns sein Wort verkünden, machet uns ledig von allen Sünden."
Unsere Gottesdienste sollten eine solche Weide sein, auf der Gottes Wort verkündigt wird. Es ist nachrangig, ob der Gottesdienst vom Prädikanten, Pfarrer, Superintendent oder Bischof gehalten wird. Wichtig ist, dass in der Predigt nicht Menschenwort, sondern Gottes Wort zur Sprache gebracht wird, weil nur so der Gottesdienst eine Weide sein kann.
Die Frage, wer zur Herde gehört, erhält in dieser Perspektive eine Antwort: Zur Herde gehört, wer sich von Gottes Wort weiden lässt und auf die Stimme von Jesus Christus als dem guten Hirten mehr vertraut als auf alles andere. Dies hat Luther bekanntlich auch in den Schmalkaldischen Artikeln herausgestellt: „Es weiß gottlob ein Kind von sieben Jahren, was die Kirche sei, nämlich die heiligen Gläubigen und ‚die Schäflin, die ihres Hirten Stimme hören.'"

Thomas Berke 04.04.2018 | 14:49
Bruder Siemens hat für seine Meditation zu Kolosser 2, 12-15 die Gute-Nachricht-Bibel zugrunde gelegt. Vermutlich deswegen, weil die Gute-Nachricht-Bibel "tot in den Sünden und in der Unbeschnittenheit eures Fleisches" (so Luther 2017) mit "unbeschnitten, das heißt in ein Leben voller Schuld verstrickt" übersetzt.

Es ist interessant, beide Übersetzungen nebeneinander zu halten:

Luther 2017:
12 Mit ihm seid ihr begraben worden in der Taufe; mit ihm seid ihr auch auferweckt durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten. 13 Und Gott hat euch mit ihm lebendig gemacht, die ihr tot wart in den Sünden und in der Unbeschnittenheit eures Fleisches, und hat uns vergeben alle Sünden. 14 Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn aufgehoben und an das Kreuz geheftet. 15 Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und über sie triumphiert in Christus.

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